Weltkongress in Berlin widmete sich Dächern, Fassaden und Innenräumen

(DJD). Begrünte Dächer, Fassaden und Innenräume gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zur Klimaanpassung. In Deutschland bleibt das Potenzial jedoch noch weitgehend ungenutzt, obwohl Millionen Quadratmeter dafür geeignet sind. Begrünungen werden von vielen Kommunen durch unterschiedliche Instrumente finanziell gefördert. Umfangreiche Informationen zur Begrünung von Dächern, Fassaden und Innenräumen gibt es etwa beim Bundesverband Gebäudegrün e.V. (BuGG) unter www.gebaeudegruen.info. Der Verband richtete im Juni in Berlin den Weltkongress Gebäudegrün aus.

Wirkung auf Klima und Gebäude

Auf die vielen Vorteile einer Begrünung weist Dr. Gunter Mann, Präsident des BuGG, hin: „Sie dient der Beschattung von Gebäuden und dem Wasserrückhalt, sie bindet und filtert gerade in den Städten Staub und Luftschadstoffe.“ Im Sommer schützt die Begrünung die Fassade vor intensiver Sonneneinstrahlung und kann so für kühlere Oberflächen sorgen, im Winter fungiert sie als zusätzliche Dämmung. Die positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen seien ebenfalls nicht zu unterschätzen, betont Gunter Mann: „Zum einen wird CO2 bei einer begrünten Fläche in der Vegetation gebunden, zum anderen wird der CO2-Ausstoß durch Energieeinsparungen gemindert. Für diese Einsparungen sorgt der Wärmedämm- und Kühleffekt einer Begrünung.“

Lebensdauer der Dachabdichtung und Schallschutz

Zusätzlich trägt eine Begrünung etwa von Dächern dazu bei, die Dachabdichtung besser vor Witterungseinflüssen, Extremtemperaturen, UV-Strahlen und Hagel zu schützen. Auch zur Luftschalldämmung und einer Verringerung von Schallreflexionen kann eine Begrünung von Dächern, Fassaden und Innenräumen dienen. Sie ist zudem Teil einer modernen, zukunftsweisenden Gebäudearchitektur.

Weltkongress Gebäudegrün fand in Berlin statt

Der Weltkongress in der deutschen Hauptstadt war eine dreitägige Veranstaltung rund um die Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung und die dazugehörigen Themen wie Stadtklima, Regenwasserbewirtschaftung, Nachhaltigkeit und Zukunftsstadt. Erwartet wurden Architekten, Planer, Kommunen, Investoren, Hersteller, Forscher, Verbände und viele weitere Fachleute. Alle Informationen gibt es unter www.bugg-worldcongress2026.com.

Quelle Text und Fotos: DJD/Bundesverband GebäudeGrün